Expertenstandards

Einführung von nationalen Expertenstandards

 

Ein Nationaler Expertenstandard ist ein Instrument der Qualitätsentwicklung auf nationaler Ebene. Er trifft Aussagen zu bestimmten Pflegeproblemen, die das aktuelle Wissen in Pflegewissenschaft und Pflegepraxis berücksichtigen, und enthält Handlungsrichtlinien, auf die sich ausgewählte Vertreter der Berufsgruppe geeinigt haben.

Nach diesen Richtlinien sollen verbindliche Pflegestandards in den einzelnen Einrichtungen des Gesundheitswesens bzw. der Altenhilfe entwickelt und eingeführt werden.

Im Gegensatz zu Pflegestandards, die sich jeweils auf eine konkrete Pflegesituation beziehen, legen Expertenstandards mit wissenschaftlichen Methoden Rahmenbedingungen fest, die unter anderem die Versorgungsqualität bei pflegeepidemiologischen Problemen (wie Dekubitus, Inkontinenz, Schmerzen, Stürze) verbessern sollen. Expertenstandards sind daher eher allgemein formuliert. Sie werden anhand von Literaturstudien erarbeitet und überprüft. In der Anfangsphase der Entwicklung arbeiten zunächst ausgewiesene Pflegeexperten des jeweiligen Themengebietes und eine pflegewissenschaftliche Forschungsgruppe zusammen. Darauf folgt eine Abstimmung der Professionen während einer Großveranstaltung (Konsentuierung). Nach Einbeziehung der Fachöffentlichkeit und Auswertung der Abstimmung durch die Forschungsgruppe wird der Entwurf gegebenenfalls entsprechend geändert. Daraufhin wird der Standard in verschiedenen Einrichtungen eingeführt und getestet, anschließend erfolgt die Veröffentlichung mit Kommentierung und Auditinstrumenten.

Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz schreibt im § 113a des SGB XI „Expertenstandards zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege“ vor, dass für die Pflege verbindliche Qualitätsstandards festgelegt werden sollen. 2008 haben sich die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe, die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, die Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen und der GKV-Spitzenverband auf ein Vorgehen geeinigt. Die künftigen Standards werden für alle Pflegeeinrichtungen in Deutschland verbindlich.

 

Je mehr die Anforderungen an die Pflege steigen, umso wichtiger ist es für die Einrichtungen im Gesundheitswesen, die Versorgung an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten. Viel Aufwand, für den im Alltag nur wenig Zeit bleibt. Wir helfen Ihnen, die praktische Umsetzung zu bewältigen, indem wir zu Ihnen kommen und die einzelnen Schritte gemeinsam durchgehen. Sichten der Materialien, Anpassen an die erforderlichen Dokumente, Begleitung bei der Implementierung, Fortbildungen zu den entsprechenden Themen und Randthemen, Teambesprechungen und Audits. Am Ende des Prozesses können Sie die hochwertige und prüfungssichere Arbeit damit selbständig bewältigen.

Folgende Expertenstandards sind aktuell verfügbar und können von uns begleitet werden:

 

Dekubitusprophylaxe in der Pflege

Sturzprophylaxe in der Pflege

Entlassungsmanagement

Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen

Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen

Förderung der Harnkontinenz in der Pflege

Pflege von Menschen mit chronischen Wunden

Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege

Förderung und Erhalt der Mobilität in der Pflege

 

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